Bindungsangst überwinden – Die Angst vor der Nähe

[Hinweis für Klienten: Die Informationen auf dieser Seite stellen - soweit sie Süchte oder Ängste betreffen - allgemeine Informationen zu Fragen dar, die sich häufig im Rahmen meiner Arbeit stellen. Ich greife diese Themen ggf. im Rahmen meiner Arbeit als Paartherapeutin unterstützend auf, behandele aber selbst keine Süchte oder Ängste.] 

Manchmal hat in der Partnerschaft einer das Gefühl, dass sich der Partner immer weiter von einem entfernt je mehr er oder sie sich um sie / ihn bemüht. Hinzu kommt, dass ein Rückzug immer sehr plötzlich erfolgt, wenn es eigentlich recht gut im gemeinschaftlichen Miteinander läuft. Nicht selten entstehen solche Situationen, wenn man überlegt, zusammenzuziehen oder anderweitig die Partnerschaft auf eine neue Ebene zu stellen. Manchmal auch, wenn man hat gerade einen wunderschönen gemeinsamen Urlaub erlebt hat, in dem nur innige Zweisamkeit und Vertrautheit vorherrschten. Doch dann plötzlich, scheinbar aus dem Nichts heraus, zieht sich der Partner zurück, meldet sich mehrere Tage lang nicht oder findet stetig Ausreden, warum man gerade keine Zeit füreinander hat. Plötzlich auftretende Streitereien um Nichtigkeiten fordern Beziehungsprobleme heraus, deren Ursache man sich nicht erklären kann. 

Bindungsangst liegt viel häufiger vor, als die Betroffenen glauben. Die Existenz und deren Überwindung und ist ein häufiges Thema in meiner Praxis für Eheberatung und Paarberatung in Bergisch-Gladbach mit Klienten aus dem Großraum Köln. Nicht selten können sich die Betroffenen ihr Verhalten selbst nicht erklären, da die Ursache in einer tief verwurzelten Verletzung liegt. Jedes Gefühl der Nähe wird entweder von vorneherein gemieden oder nach einer kurzen Spanne innigen Wohlbefindens in der Zweisamkeit als Einengung und Begrenzung in der Selbstentfaltung empfunden. Es entsteht ein Fluchtbedürfnis, dem der Betroffene nicht widerstehen kann.

Unsicherheit und mangelnde Stabilität in der Kindheit, traumatische Erlebnisse in der Jugend, aber auch später zugeführte Schmerzen durch extreme Trennungssituationen können Ursache für eine Bindungsangst sein. Mit einer Einzeltherapie oder einer Paartherapie kann man den Beziehungskiller Bindungsangst überwinden. Denn nur mit professioneller Unterstützung kann die Ursache gefunden, geklärt und somit auch beseitigt werden.

Ursachenklärung durch Unterstützung einer Praxis für Paartherapie

In einer Paarberatung kann man zunächst die Ist-Situation klären, um im Anschluss eine optimal auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Psychotherapie zu beginnen. Die richtige Form hängt dabei unter anderem von der individuellen Ursache der Beziehungsangst ab. Was zu Beginn einer noch recht jungen Partnerschaft ein spannendes "Nähe-Distanz-Spiel" darstellt, wird im Rahmen einer ernstzunehmenden Bindung zu einer emotionalen Belastungsprobe für beide Seiten. Dieses Wechselspiel aus "hin zum Partner" und "weg vom Partner" reizt beide Parteien der Partnerschaft zu Verletzungen und Gegenverletzungen, was nicht selten zu Rachegefühlen führt, wenn dem Ganzen nicht rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben wird. 

Vorrangig glaubt man, dass insbesondere der nicht-betroffene Partner unter der Bindungsangst des anderen leidet. Aber auch der Betroffene ist in der Regel sehr unglücklich mit seiner Situation. Eigentlich sehnt auch er sich nach Nähe, kann diese jedoch nicht genießen oder zulassen. Häufig zieht sich der Mensch mit der Bindungsangst nämlich nicht aufgrund unzureichender Gefühle für seinen Partner zurück, sondern eher aufgrund von tiefsitzenden Minderwertigkeitsgefühlen. Die nach außen zur Schau gestellte Selbstwahrnehmung wird nicht selten als Arroganz oder starkes Selbstwertgefühl empfunden. Doch zumeist ist das Gegenteil der Fall: "Ich kann dir nicht bieten, was du verdienst!" oder "Ich bin nicht gut genug für dich" sind nur einzelne der Gedanken, die beispielsweise aus einer gestörten Eltern-Kind-Beziehung herrühren können. Hierbei handelt es sich um unverarbeitete Gefühlsproblematiken aus der Kindheit, in der die Eltern oder der Elternteil mit der hauptsächlichen Eltern-Kind-Bindung (zumeist die Mutter), aus für das Kind irrationalen Gründen bisweilen abweisend und abwehrend regierte und dieses Verhalten temporär mit Überbehütung zu kompensieren versuchte. 

Das bedeutet nicht, dass sich die Mutter nicht um das Kind bemühte, sondern es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass große Sorgen der Mutter zu einer unbewussten Distanzsituation zwischen Mutter und Kind führten. Das mental mit dieser Situation überforderte Kind kann dieser emotionalen Belastung nicht standhalten und bezieht das Verhalten der Mutter auf sich - und entwickelt im Unterbewusstsein eine Bindungsangst, die (scheinbaren) Bedürfnisse und Anforderungen des Gegenübers nicht erfüllen zu können und weiterhin für das "Unglück anderer" (stellvertretend im Beispiel für die Mutter) verantwortlich zu sein. 

Hilflosigkeit gegenüber den eigenen Fluchtversuchen aus der Partnerschaft

Hinzu kommt das Gefühl der Hilflosigkeit, selbst durch Ablehnung oder erneut auftretende, schwerwiegende Situationen verletzt zu werden. Die unverstandene Ablehnung des Gegenübers wird im Vorfeld angenommen, weil sie "ja immer irgendwann kam". Mit einer Art der sich "selbsterfüllenden Prophezeiung" fordert der Betroffene durch unbewusste Verhaltensweisen (regelmäßig vom Partner unverstandene Rückzieher, schroffes und abweisendes Verhalten) die Ablehnung bereits im Vorfeld heraus. Auch extreme Trennungssituationen wie der Tod geliebter Menschen, die plötzliche Trennung von Familienmitgliedern (Scheidung, Familienstreit, etc.) und vergleichbare Erlebnisse in unverarbeiteter Emotionalität können diese Hilflosigkeit, aber auch die Gefühle von Unzulänglichkeit und einem herabgesetzten Selbstwertgefühl auslösen.

Um diese Gefühle zu vermeiden, zieht sich der Betroffene selbst zurück, bevor es der andere tun kann. Somit bemüht sich das Unterbewusstsein, sich weniger verletzlich zu machen, als wenn man selbst Nähe zulässt. Ein Trugschluss, dem der Betroffene der Bindungsangst alleine in einem Kreislauf gegenübersteht, aus dem auszubrechen die Hilfe professioneller Beratung als Notwendigkeit besteht. Mit einer erfahrenen Praxis für Familienberatung an der Seite lassen sich die alten, in der Regel unbewussten Denkstrukturen und Verhaltensmuster durchbrechen lernen, um ein grundlegend neues und hochwertigeres Lebensgefühl in der Partnerschaft erleben zu können.

Hilfestellung durch die professionelle Paarberatung

In einer Praxis für Paarberatung wie der meinen finden Sie den richtigen Ansprechpartner für die Grundproblematik. Ich arbeite mit meinen Klienten zusammen nicht an den Symptomen und Verhaltensmustern herum, bevor wir nicht gemeinsam die Ursachen geklärt haben. Wohnen Sie im Großraum Köln, Bergisch Gladbach, Leverkusen, stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Wichtigster Aspekt für das Gelingen einer Paartherapie oder Einzeltherapie um Bindungsangst zu überwinden ist das Vertrauen, damit Sie sich mir gegenüber öffnen lernen können. Nur so kann Ihnen helfen, wieder glücklich zu werden und ihre neue oder alte Partnerschaft neu zu definieren. Die Bindungsangst jedes einzelnen Menschen liegt in seiner Vergangenheit begründet. Gemeinsam decken wir Ihre Ursachen auf und verhelfen Ihnen zu einer neuen, freieren Lebendigkeit im Miteinander mit anderen Menschen: mit Ihrem Partner, in ihren Freundschaften, aber auch im Rahmen ihrer Familie. Sie werden erstaunt sein, welche emotionalen Tiefen Sie dann erleben können!

Ihre
Ilona von Serényi, Bergisch Gladbach/Bensberg (Raum Köln)

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Ilona von Serényi - Paartherapie & Einzelberatung Köln
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