Trennung mit Kind – eine schwere, aber manchmal notwendige Entscheidung

Eine Trennung oder Scheidung stellt für alle Beteiligten immer eine Lebenskrise und gleichzeitig die Chance auf einen Neubeginn dar. Die beiden erwachsenen Partner bzw. Eltern können nach der Trennung zur Ruhe kommen, ein zufriedeneres Leben führen oder nach der Liebeskummer- und Trauerphase eine neue Beziehung mit einem neuen Partner beginnen.

Auch die Kinder können langfristig von der Trennung profitieren: Ihre Entwicklungs- und Lebensbedingungen sind in einem friedlichen, entspannten und optimistischen Umfeld deutlich besser als im Stress- und Konfliktmilieu einer zerrütteten Ehe oder Beziehung. Es liegt jedoch in der Verantwortung der Eltern, dafür zu sorgen, dass bei einer Trennung mit Kind alle Beteiligten ihre Chancen auch optimal nutzen können.

Wenn erwachsene Paare, Kinder oder Jugendliche in seelischen Notlagen und Lebenskrisen Hilfe brauchen, gibt es keine Patentrezepte. Doch es gibt viele Möglichkeiten, sich die Trennung mit Kind zu erleichtern – und nach der Trennungszeit schneller wieder auf die Beine zu kommen. Psychologische Hilfe, Unterstützung und Rat bei einer Trennung mit Kind finden Sie bei einem erfahrenen Eheberater, Paarberater oder Paartherapeuten.

Die Paar- oder Eheberatung ist nicht nur für Paare: An den Eheberater oder Therapeuten können Sie sich sowohl allein als auch gemeinsam mit dem Partner oder Ex-Partner wenden. Auch Gespräche mit der ganzen Familie sind möglich. Bei Familienberatungen kommt jeder zu Wort und darf seine Gedanken und Gefühle ausdrücken. Zuhören ist ganz wichtig, und das Ziel ist immer der gemeinsame Blick nach vorn. Denn obwohl es menschlich ist, bei einer Trennung mit Kind voller Zorn, Bitterkeit und Zweifel in die Vergangenheit zu schauen und nach Schuldigen zu suchen, bringt das letztlich niemanden weiter.

Trennung mit Kind: Was beachten, wie vorgehen?

Bei einer Trennung mit Kind ergeben sich neben den emotionalen Problemen häufig auch tiefgreifende soziale, wirtschaftliche und organisatorische Schwierigkeiten. Wer glaubt, die ganze Last allein tragen zu müssen, langt meist rasch am Ende seiner Kräfte an. Darum ist es auch im Sinne der Kinder, sich Hilfe zu holen. Vor allem kleine Kinder, die die Eltern noch rund um die Uhr brauchen, sind die Leidtragenden, wenn die Eltern vor lauter Sorge, Stress und Kummer nicht mehr weiter wissen oder keine Zeit mehr für einen normalen Alltag haben.

Eine Eheberatung, Paartherapie oder Familienberatung hilft nicht nur in der akuten Trennungsphase. Auch vor oder nach der Trennung profitieren Sie von den richtigen Bewältigungsstrategien. Wenn die Entscheidung ganz plötzlich fällt, etwa als Reaktion auf einen Seitensprung oder ein anderes Ereignis, das die Vertrauensbasis der Beziehung zerstört, kann das Gespräch mit dem Paar- oder Eheberater wie eine Erste-Hilfe-Maßnahme sein. Und wenn Sie sich nach einer Trennung mit Kind einsam, überfordert oder verloren fühlen, hilft Ihnen die Beratung, das Gute in Ihrem Leben wiederzufinden und die Chancen der Krise zu erkennen.

Natürlich kann selbst der beste Eheberater oder Familientherapeut nicht die wirtschaftlichen und organisatorischen Probleme einer Trennungsfamilie lösen. Doch er wird dabei stets zum besonnenen und nach Möglichkeit gemeinsamen Vorgehen raten. Denn selbst ein Paar, das sich am liebsten so schnell wie möglich nie mehr wiedersehen will, schafft das am besten gemeinsam – vor allem dann, wenn bei der Trennung ein Kind oder mehrere Kinder beteiligt sind. Denn die Kinder haben ein Recht darauf, nach wie vor beide Elternteile zu sehen. Neben Umzug, Haushaltsteilung, Sorgerechts- und Unterhaltsfragen müssen also frühzeitig Besuchsregelungen vereinbart werden.

Die Gefühle der Kinder ernst nehmen

Erwachsene müssen respektieren, dass Kinder ihre eigenen Gefühle und Gedanken haben. Die Kinder können und dürfen bei der Trennung anderer Meinung sein als die Eltern und sich auch selbst ein Bild machen. Darum sollten die Erwachsenen nach Möglichkeit nie vor den Kindern schlecht über den Partner oder Expartner reden, um das Kind auf ihre Seite zu ziehen.

Kinder sind Kinder. In den Schlachten ihrer Eltern sollten sie nicht als Verbündete oder Feinde, strategische Elemente, Verhandlungspositionen, Druckmittel oder Werkzeug zum Dampfablassen missbraucht werden. In der Praxis ist es natürlich nicht möglich, ein Kind aus der Trennung oder Scheidung seiner Eltern herauszuhalten. Doch sollten die Eltern nie vergessen, dass jedes Kind eine eigene Persönlichkeit hat – und die ist viel mehr als eine Mischung oder Quersumme der elterlichen Gene.

Wesentlich ist, den Kindern wahrheitsgemäß und altersgerecht zu erklären, warum ihre Eltern sich trennen oder scheiden lassen. Und dann müssen die Eltern mit den Reaktionen der Kinder zurechtkommen. Sie sollten sie weder unterdrücken noch bekämpfen, sondern darauf eingehen. Viele Kinder haben in dieser Situation Schuldgefühle. Sie glauben, an der Trennung der Eltern schuld zu sein, etwa weil sie zu laut, zu ungezogen, zu raumgreifend oder zu teuer waren. Diese Schuldgefühle sollten die Eltern ihnen nehmen, ohne sie jedoch einfach abzutun, zu belächeln oder herunterzuspielen.

Bei einer Trennung mit Kind ist es wichtig, dass auch die Kinder die Trennungsgründe nachvollziehen können. Dazu müssen sie allerdings nicht detailliert in die Art oder Themen der elterlichen Konflikte eingeweiht sein – das ist im nicht nur unangebracht, sondern auch überfordernd und verunsichernd. Sehen sich die gestressten Eltern außerstande, selbst eine Bewältigungsstrategie zu finden oder die ihrer Kinder zu unterstützen, kann auch hier eine Paar- oder Eheberatung oder Familientherapie helfen.

Ihre
Ilona von Serényi, Bergisch Gladbach/Bensberg (Raum Köln)

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