Wie erkenne ich Narzissmus? Narzisstischer Partner - was tun?

Was ist Narzissmus, und woher kommt der Begriff?

Narzissmus ist ein Begriff, der in der Psychologie und Alltagssprache häufig verwendet wird. Ursprünglich stammt er aus der griechischen Mythologie: Dort wird die Geschichte von Narziss erzählt, einem jungen Mann von außergewöhnlicher Schönheit, der sich so sehr in sein eigenes Spiegelbild im Wasser verliebte, dass er darin ertrank. Diese alte, bewegende und berühmte Erzählung hat dazu geführt, dass übermäßige Selbstliebe und Selbstbezogenheit auch in der Beziehungspsychologie, Paartherapie und Eheberatung als Narzissmus bezeichnet werden.

In der modernen Psychologie umfasst Narzissmus eine breite Palette von Merkmalen und Ausprägungen. So hat längst nicht jeder Mensch mit narzisstischen Zügen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) oder andere Störung mit Krankheitswert. Doch wer zu narzisstischem Denken oder Verhalten neigt, trägt ein größeres Risiko, dass sich daraus eine therapiebedürftige Verhaltensstörung entwickelt.

Je nach Charakter und Erfahrungshintergrund der Partner birgt auch der sogenannte „Alltagsnarzissmus“ ein nicht unerhebliches Konfliktpotenzial; Menschen streiten sich nun mal besonders gern darüber, wer recht hat oder wessen Bedürfnisse gerade ernster zu nehmen oder vorrangig zu erfüllen sind. Bei stärkerer Ausprägung kann Narzissmus zu toxischen Beziehungen mit Gewalt, Leid und gefährlichen Abhängigkeiten führen – oder als Beziehungskiller fungieren, an dem die Partnerschaft zerbricht. Narzissmus gehört zu den häufigsten Trennungsgründen, doch nicht der Narzissmus „an sich“ macht die Liebe kaputt, sondern narzisstisches Verhalten, zu dem häufig auch Untreue, wiederholte Seitensprünge oder chronisches Fremdgehen gehören.

Wie erkenne ich einen Narzissten? 

Menschen mit ausgeprägt oder pathologisch narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche über die Bedürfnisse anderer zu stellen und können Schwierigkeiten haben, sich in die Gefühle und Perspektiven anderer Menschen einzufühlen.

  • Egomanie und Dominanz: Narzisstische Menschen können dazu neigen, ihre eigenen Bedürfnisse und Meinungen über die ihrer Partner zu stellen. Sie könnten Schwierigkeiten haben, Kompromisse einzugehen, und versuchen, die Beziehung nach ihren eigenen Vorstellungen zu formen.
  • Mangel an Empathie: Narzisstische Personen haben oft Schwierigkeiten, sich in die Gefühle und Bedürfnisse ihrer Partner einzufühlen. Dies kann zu mangelndem Verständnis und emotionaler Entfremdung führen.
  • Sucht nach Bewunderung: Narzisstische Menschen benötigen oft ständige Bewunderung und Bestätigung. Wenn sie dies nicht erhalten, könnten sie frustriert oder enttäuscht sein, was zu Spannungen in der Beziehung führen kann.
  • Manipulation: Narzisstische Menschen können versuchen, ihre Partner zu manipulieren, um ihre eigenen Ziele und Wünsche zu erreichen. Dies kann zu ungesunden Dynamiken und Konflikten in der Beziehung führen.
  • Instabile Beziehungen: Aufgrund von Schwierigkeiten beim Aufbau echter emotionaler Verbindungen könnten Beziehungen mit narzisstischen Personen oft instabil sein und häufig wechselnde Phasen von Idealisierung und Entwertung durchlaufen.

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder, der bestimmte narzisstische Merkmale aufweist, zwangsläufig an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet. Menschen können unterschiedliche Grade von Narzissmus aufweisen, und es ist wichtig, die individuellen Merkmale und die Dynamik der Beziehung zu berücksichtigen.

Alltagsnarzissmus oder narzisstische Persönlichkeitsstörung – Unterschiede

Gesunder Narzissmus, der eine gewisse Selbstliebe und ein positives Selbstwertgefühl einschließt, ist für die persönliche Entwicklung jedes Menschen wichtig. Ein Beispiel für Alltagsnarzissmus ist das Bedürfnis nach Anerkennung oder das Streben nach Erfolg, um sich zufrieden zu fühlen und das Selbstwertgefühl zu stärken. Wer stolz auf eine besondere Leistung oder Auszeichnung ist, Selbstzufriedenheit mit anderen teilt oder mal mit einem besonderen Erfolg „richtig angeben“ will, ist deswegen noch kein Narzisst.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) ist dagegen gekennzeichnet durch ein übertriebenes Bedürfnis nach Bewunderung, Fantasien von grenzenloser Macht oder Erfolg, mangelnde Empathie und ein übermäßig starkes Gefühl der eigenen Bedeutsamkeit. NPS ist eine Krankheit bzw. psychische Erkrankung, zu deren auffallendsten Merkmalen eine gestörte Selbstwahrnehmung gehört. Pathologische (krankhafte) Narzissten bzw. Menschen mit diagnostizierter NPS haben oft große Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, weil sie dazu neigen, andere auszunutzen, und auf die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Partner wenig Rücksicht nehmen.

Sind die narzisstischen Merkmale so stark ausgeprägt, dass sie das tägliche Leben und die Beziehungen erheblich beeinträchtigen, kann das ein Hinweis auf NPS sein. Eine ärztliche (z. B. psychiatrische) Diagnose mit anschließender psychiatrisch-psychotherapeutischer Therapie können selbst Betroffenen und deren Umfeld helfen, mit der Persönlichkeitsstörung besser umzugehen.

Bei narzissmusbedingten Beziehungsproblemen können Betroffene durch eine Paartherapie oder Paarberatung lernen, destruktive Kommunikations- und Verhaltensmuster zu erkennen, um sich besser verstehen, aber auch besser abgrenzen zu können. Heilbar ist NPS nicht; auch Medikamente werden in aller Regel nur verschrieben, wenn eine medikamentös behandelbare Begleiterkrankungen vorliegt, etwa eine Depression.

Wie erkenne ich pathologischen Narzissmus?

Wenn jemand ständig damit prahlt, wie viel besser er ist als alle anderen, sich überheblich verhält und andere systematisch abwertet, um sich selbst aufzuwerten, kann pathologischer Narzissmus der Grund dafür sein. Der Schlüssel liegt dabei in der Intensität und Häufigkeit der narzisstischen Verhaltensweisen. Während Alltagsnarzissmus gelegentlich und in moderatem Maß auftritt und daher von den meisten Menschen für normal gehalten wird, sind krankhaft narzisstische Verhaltensweise ausgeprägter, dauerhaft bemerkbar und für das individuelle Wohlbefinden ebenso störend bis zerstörerisch wie für zwischenmenschliche Beziehungen und das Liebesleben.

Ein Merkmal, an dem Sie pathologische Narzissten besonders rasch und sicher erkennen könnten, ist das Fehlen von Empathie in Kombination mit Selbstüberhebung und einem übertriebenen Bedürfnis nach Bewunderung. Wer keinerlei Mitgefühl oder Verständnis für die Bedürfnisse, Gefühle oder Perspektiven anderer zeigt, sondern stattdessen konsequent sein eigenes Ego in den Mittelpunkt stellt und nach Bestätigung sucht, verhält sich krankhaft narzisstisch und gefährdet damit auch ziemlich sicher jede Partnerschaft, die er eingeht.

Ein drastisches Beispiel für pathologischen Narzissmus ist es, wenn eine Person das Leid, den Schmerz oder die Tränen von anderen offen ignoriert oder sogar verhöhnt, anstatt Verständnis zu zeigen oder Trost und Unterstützung anzubieten. Weil Empathie und die sogenannten Spiegelneuronen, mit denen wir selbst das Leid fremder Menschen oder Tiere „am eigenen Leib fühlen“ können, zur gesunden Selbstwahrnehmung und normalen psychischen „Grundausstattung“ gehören, deutet ihr Fehlen immer auf eine ernstzunehmende Persönlichkeitsstörung hin.

Allerdings gibt es neben NPS etliche weitere psychische Erkrankungen, die mit einem Mangel an Empathie einhergehen, etwa eine schizoide Persönlichkeitsstörung (SPS), akute oder chronische Depression. Auch ungelöste Konflikte, in der Kindheit erlittene Traumata, Burn-out, Alkoholismus und andere Suchterkrankungen können Menschen innerlich verhärten, verstummen oder so abstumpfen lassen, dass sie sich verletzend verhalten, nur noch an sich denken und das Leiden anderer nicht mehr wahrnehmen.

Offener und verdeckter Narzissmus – Unterschiede und typische Verhaltensweisen

Während offener Narzissmus auffällig und meist sehr dominant ist, zeigt sich der verdeckte Narzissmus auf subtilere Weise. Darum wird offener Narzissmus auch als „grandioser“ und verdeckter als „vulnerabler“ (verletzlicher) oder „fragiler“ (zerbrechlicher) Narzissmus bezeichnet.

Offener oder grandioser Narzissmus lässt sich in der Regel gut erkennen. Menschen mit dieser Narzissmus-Form neigen dazu, im Mittelpunkt stehen zu wollen, und sind ständig auf der Suche nach Bewunderung und Anerkennung. Viele verhalten sich in Gesprächen arrogant, überlegen und manipulativ – nicht nur in Liebesbeziehungen, mit Freunden und Kollegen, sondern auch gegenüber Fremden, etwa in einer Beratungssituation oder beim Paartherapeuten.

Verdeckter oder vulnerabler Narzissmus äußert sich dagegen auf eine ganz andere Weise. Menschen mit verdecktem Narzissmus wirken oft schüchtern und unsicher. Sie neigen dazu, sich selbst in der Opferrolle zu sehen, und versuchen daher oft, Aufmerksamkeit durch Selbstmitleid zu erregen. Das zeigt sich unter anderem in trotzigem Verhalten, häufigen Hinweisen auf eigene Probleme und Beschwerden sowie dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.

Weil die Grenzen zwischen normalem und krankhaftem, offenem und verdecktem Narzissmus fast nie trennscharf abgesteckt werden können, lässt sich Narzissmus weder genau messen noch in eine einfache Schublade stecken. Er hat viele Facetten und kann von Person zu Person sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Zudem treten grandioser und vulnerabler Narzissmus sehr oft gleichzeitig auf; die unterschiedlichen Typen können sich sogar je nach Lebensphase und Situation abwechseln.

Zu den offen narzisstischen Verhaltensweisen zählen mangelndes Mitgefühl bzw. Einfühlungsvermögen, Selbstlob und Abwertung anderer. Verdeckt narzisstische Verhaltensweisen sind hingegen oftmals sehr schwer zu erkennen. Zum Beispiel kann das Helfen anderer zunächst empathisch erscheinen, aber eigentlich der Versuch sein, auf die Hilfe Empfangenden herabzublicken oder möglichst viel Anerkennung für das selbstlose Engagement einzustreichen: „Ich helfe gern, obwohl ich selbst viel schlimmere Probleme habe!“

Die meisten Narzissten tragen sowohl grandiose als auch vulnerable Eigenschaften in sich, die sie in verschiedenen Situationen oder Lebensphasen sowohl offen als auch verdeckt zeigen. In einer Eheberatung oder Paartherapie ist es daher auch nicht zielführend, einem Menschen eine klare Kategorie von Narzissmus zuzuordnen. Stattdessen müssen oftmals erst einmal beide Partner herausfinden, ob und unter welchen Bedingungen sie die Beziehung weiterführen möchten. Und dann geht es darum, wie sich diese Bedingungen herbeiführen lassen, etwa durch mehr Selbsterkenntnis, realistischere Selbst- oder Fremdeinschätzung, Empathieübungen und neue Ansätze für eine konstruktive Kommunikation.

Gibt es weiblichen und männlichen Narzissmus?

Populärwissenschaftlich wird zuweilen zwischen weiblichem und männlichem Narzissmus unterschieden. Demnach soll der vulnerable Narzissmus eher die weibliche Form des Narzissmus darstellen, vor allem auch, weil der grandiose Narzissmus häufiger bei Männern vorkomme. Es gibt jedoch keine Studien, die diese These belegen, zudem tragen, wie gesagt, die meisten Narzissten sowohl grandiose als vulnerable Eigenschaften in sich. 

Narzissten, Ko-Narzissten und ihre komplizierten Beziehungen

Die Begriffe Ko-Narzissmus oder Komplementär-Narzissmus beziehen sich auf das Verhalten und die Dynamiken, die in Beziehungen auftreten, in denen eine Person mit narzisstischen Merkmalen (Narzisst) und eine andere Person mit co-dependenten Merkmalen (Codependent) involviert sind. Ko-Narzissmus ist dabei kein offizieller psychologischer Begriff, sondern wird eher informell verwendet, um eine besondere und hochkomplexe Form von Beziehungsdynamik zu beschreiben.

Die Person mit narzisstischen Merkmalen zeichnet sich oft durch übersteigertes Selbstwertgefühl sowie mangelnde Empathie aus. Auf der anderen Seite steht der Ko-Narzisst, der in engen Paarbeziehungen oft übermäßig darauf fokussiert ist, die Bedürfnisse und Wünsche des Narzissten zu erfüllen. Ko-Narzissten setzen oft ihre eigenen Bedürfnisse zurück oder ignorieren die eigenen Grenzen, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Viele Codependents fühlen sich alleinverantwortlich für das Glück des Narzissten und haben Schwierigkeiten, ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken.

In einer Ko-Narzissmus-Beziehung sind – wie bei jeder Ko-Abhängigkeit – die Beteiligten und ihre Gefühle in einer dysfunktionalen, destruktiven bzw. toxischen Weise miteinander verstrickt. Der Narzisst nutzt z. B. die Abhängigkeit des Ko-Narzissten aus, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, während der Codependent täglich versucht, den Narzissten zu beruhigen, zu kontrollieren oder ihm aus seiner „inneren Einsamkeit“ – die Narzissten meist selbst gar nicht so empfinden – herauszuhelfen.

In solchen Beziehungen gibt es eine Reihe von Warnzeichen oder „Red Flags“, die oft lange unbemerkt bleiben. Ko-Narzissmus-Beziehungen können ohne professionelle Hilfe sehr toxisch werden und bei allen Beteiligten zu chronischer emotionaler und psychischer Belastung führen. Betroffene klagen häufig auch über körperliche Beschwerden, etwa ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Schlafprobleme und Albträume.

Die Codependents grandioser Narzissten fühlen sich häufig ausgebrannt und emotional erschöpft, während der Narzisst das kaum bemerkt, weiterhin nach Bewunderung und Aufmerksamkeit sucht und sich oft sogar darüber beschwert, dass die Partnerin oder der Partner in ihrer Kraft und Aufmerksamkeit nachlassen. Dagegen entwickeln Ko-Narzissten von verdeckten Narzissten häufig einen Schuldkomplex oder reiben sich seelisch und körperlich auf, um es dem geliebten Menschen einmal recht zu machen oder genug für ihn zu tun – was bei einer entsprechend ausgeprägten Persönlichkeitsstörung allerdings gar nicht möglich ist.

Mögliche problematische Beziehungsmuster in Partnerschaften mit Narzissten

Partnerschaften mit ausgeprägten oder pathologischen Narzissten können von problematischen Mustern geprägt sein, die die emotionale Gesundheit des nicht-narzisstischen Partners oder ko-narzisstischen Partners beeinträchtigen können. Im Wesentlichen reicht das Spektrum vom Ungleichgewicht der Bedürfnisse und Mangel an Empathie bis zu Manipulation und Bestrafung.

  • Manipulation: Narzissten neigen dazu, ihre Partner durch subtile oder offensichtliche Manipulation zu kontrollieren, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Mögliche Folge: Der Partner tut Dinge, die er unter normalen Umständen nie getan hätte.
  • Gaslighting: Narzissten können das Selbstbewusstsein ihrer Partner untergraben, indem sie deren Realität infrage stellen, Zweifel säen und die Schuld auf den anderen abwälzen. Mögliche Folge: Der Partner beginnt an seiner Wahrnehmung zu zweifeln.
  • Lügen: Narzissten sind oft bereit, die Wahrheit zu verdrehen oder zu leugnen, um ihre eigene Vorstellung von Realität aufrechtzuerhalten und ihre Selbstbilder zu schützen. Mögliche Folge: Vertrauensverlust beim Partner.
  • Machtausübung: Narzissten können dominantes Verhalten zeigen, um die Kontrolle in der Beziehung zu behalten und den Partner zu unterdrücken. Mögliche Folge: Das Selbstwertgefühl des Partners leidet.
  • Vorteilsnahme: Narzissten neigen dazu, Beziehungen für persönlichen Gewinn zu nutzen, ohne angemessene Rücksicht auf die Bedürfnisse des Partners zu nehmen. Mögliche Folge: Zumindest emotionale Nachteile, bis hin zu finanziellen Schwierigkeiten.
  • Fremdgehen: Ein Narzisst kann sich aufgrund seines ständigen Bedürfnisses nach Bewunderung und neuen Reizen auf untreue Handlungen einlassen. Mögliche Folge: Misstrauen beim Partner, oder wenn man es entdeckt, Vertrauensverlust.
  • Sanktionen: Narzissten können mit Sanktionen, wie emotionalen Entzug oder Bestrafungen, reagieren, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, um Kontrolle zu behalten. Mögliche Folge: Der Partner fühlt sich oftmals hilflos, verzweifelt und bekommt Panik, bis hin zu schwerwiegenden Folgen der psychischen Gesundheit.

Therapeutische Hilfe bei Narzissmus und Ko-Narzissmus

Wenn Sie sich in einer Ko-Narzissmus-Beziehung gefangen fühlen, können Sie bei einem Therapeuten oder Psychologen Hilfe bekommen. Dasselbe gilt, wenn Sie mit ihren eigenen narzisstischen Denk- oder Verhaltensweisen kämpfen und lernen wollen, sich in Ihrer Partnerschaft oder Ehe empathischer zu verhalten, mehr zu engagieren oder konstruktiver zu kommunizieren.

In einer Paartherapie können Sie schädliche bzw. unerwünschte Muster in Ihrer Beziehungsdynamik erkennen und gesündere Kommunikations- und Beziehungsstrategien entwickeln. Dazu müssen Sie nicht zwingend mit Ihrem Partner oder der Partnerin kommen; oft ist es auch sinnvoll, mit Einzelgesprächen zu beginnen oder während der Therapie Einzel- und Paarsitzungen zu kombinieren. Grundsätzlich ist eine Paartherapie oder Eheberatung am sinnvollsten, wenn die Liebe noch lebendig ist und beide Partner die Beziehung fortführen möchten. Manchmal kann eine Therapie aber auch zu der Erkenntnis führen, dass Trennung die beste Lösung wäre, oder die Partner bei einer möglichst friedlichen, einvernehmlichen Trennung unterstützen.

Wer einen Narzissten oder eine Narzisstin liebt und die Beziehung fortführen will, muss viel Kraft haben und sich selbst gut abgrenzen können. Wer selber Narzisstin oder Narzisst ist, kann lernen, wichtige andere Menschen besser mit einzubeziehen und zu behandeln, auch wenn das nicht automatisch über die natürliche Empathie funktioniert. Selbstverantwortung spielt für die Selbsterkenntnis, das Selbstwertgefühl und auch den Selbstschutz im Notfall eine ganz wesentliche Rolle; der Anruf bei der Paartherapeutin oder der Entschluss zur Partnertherapie können erste Schritte zu einem selbstbestimmteren leben, einer glücklicheren und bewussteren Partnerschaft oder der Rettung Ihrer Ehe sein.

Ihre
Ilona von Serényi, Aachen-Oberforstbach

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Ilona von Serényi - Paartherapie & Eheberatung
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